YIPL und TAP, Ausgaben von 1971 bis 1984

Im Netz geistert schon seit einiger Zeit ein PDF mit allen Ausgaben der TAP von 1971 bis 1984 sowie eines Versuchs der Neuauflage 1989 herum. Da die TAP, die 1971 von Abbie Hoffmann und „El Bell“ als YIPL (Youth International Party Line) gegründet wurde, eine wichtige Quelle für die Geschichte früher Hacker und Phreaker ist und unmittelbare Inspiration für Wau Holland zum Start der datenschleuder und damit zur Gründung des Chaos Computer Club war, sichere ich das auch mal hier…

YIPL und TAP, Ausgaben 01-91;99,100

Außerdem gab es 1971 auch noch einen Flugblatt zum Start der YIPL.

Hackerbibeln

Ich habe für meine Masterarbeit die Hackerbibeln des Chaos Computer Clubs gescannt und jeweils ein PDF daraus gemacht. Ist ja vielleicht noch für andere Menschen außer mir nützlich oder interessant, daher:

Die Hackerbibel Teil 1 (1985)

Die Hackerbibel Teil 2 (1988)

„Das neue Testament“ (Teil 2) folgt in einigen Tagen, bin bislang noch nicht zum scannen gekommen.

Eine reine Textversion der Hackerbibeln ist übrigens hier und hier zu finden.

Was ich gerne hätte: Einen privaten Bibliothekskatalog mit der Möglichkeit, in die Bücherregale meiner Freunde, Bekannten oder Komilitonen zu schauen

Vor Kurzem hab ich mir fast eine Buch bei der Stabi ausgeliehen, das ich selber in meinem Bücherregalen stehen hatte. Ich hatte schlicht vergessen, dass ich mir das Buch vor längerer Zeit günstig im Antiquariat gekauft habe. Da wurde mir bewusst: ich brauche einen Bibliothekskatalog für meine eigenen Bücher. Eine kurze Onlinerecherche nach privater Bibliothekssoftware brachte mich nicht so recht weiter, und der Gedanke, mit welchem Aufwand das Erfassen aller meiner Bücher verbunden sein dürfte haben mich bislang davon abgeschreckt, in diese Richtung weiter tätig zu werden. Eigentlich habe ich ein klares Anforderungsprofil an (m)einen privaten Bibliothekskatalog:

  1. Kostenlos
  2. Open Source
  3. Läuft online, am besten mit PHP und mySQL
  4. Ein offenes, am besten standardisiertes Format für die Daten (zum späteren Austausch)
  5. Eine schnelle und einfache Möglichkeit, Daten zu erfassen (z.B. Barcodes scannen und Datenimport von Amazon oder Ähnliches)

Was zusätzlich noch genial wäre und meine eigentlich Idee darstellt: es müsste doch möglich sein, die privaten Bibliothekskataloge, die meine Freunde, Bekannten oder Kommilitonen (dann hoffentlich) angelegt haben, in einem Rutsch mit zu durchsuchen! Wenn man im GBV sucht werden ja auch die Bestände der angeschlossenen Bibliotheken mit durchsucht und Treffer aufgeführt.

Warum kann ich nicht einen eigenen, ganz privaten Bibliotheksverbund haben? Mit Leuten, denen ich problemlos Bücher verleihe , und dir mir hin und wieder auch selber welche leihen. (Der Clou wäre es noch, wenn beim Suchen im GBV oder dem Hamburger Campuskatalog die Suchergebnisse meiner Freunde gleich mit angezeigt bekäme, durch irgend ein Plugin oder so.)

Ich weiß zwar, das es Seiten wie LibraryThing gibt, aber das ist nicht das, was ich suche. Ich suche keine Community, sondern nur einen gemeinsamen Katalog mit meinen Real-Life Kontakten. Über jegliche Hinweise, die mich der Verwirklichung meiner Idee ein wenig näher bringen oder Softwaretipps für private Bibliothekskataloge freue ich mich in den Kommentaren.

Privates Carsharing, oder: Die Idee der “Auto-WG”

Ein Freund von mir hat mir neulich erzählt, dass er überlegt, gemeinsam mit seinem Bruder eins der Autos seiner Eltern zu übernehmen und es gemeinsam zu nutzen.

Wer sich noch an seine Kindheit erinnern kann, der weiß, – zumindest, wenn er Geschwister hatte – das gemeinsames Eigentum nicht immer einfach ist. Das mag bei Spielsachen vielleicht noch einigermaßen erträglich sein, aber sobald das gemeinsame Eigentum anfängt Kosten zu verursachen, kann die Frage, wie man diese möglichst gerecht aufteilt schnell zu tieferen Zerwürfnissen führen.

Da ist mir nun die Idee gekommen: Warum gibt es eigentlich noch keine (technische) Lösung für „privates Carsharing“? Also wenn zwei oder mehr Leute, die sich gut kennen, ein Auto gemeinsam besitzen und die Kosten gerecht aufteilen wollen?

Gegenüber kommerziellen Carsharing hätte diese Idee den Vorteil, dass man sehr flexibel ist und sich nur mit mit den Mitbesitzern absprechen muss, wenn man Auto nutzen möchte, wo man parkt oder ob man mal damit  zwei Wochen in den Urlaub fahren kann etc.  Also so, wie sich eine  Familie halt ein Auto teilt, etwa, wenn sie Kinder mit Führerschein aber  ohne eigenes Auto hat.

Irgendeine technische Lösung für das Problem, die gefahrenen Kilometer auf die Kosten umzulegen, die transparent und auch leicht an die eigenen Bedürfnissen anzupassen ist, sollte es doch geben. Ich denke da an Lösungen, die von einem ins Auto eingebauten Fahrtenschreiber mit automatischen Datenupload und Benutzererkennung bis hin zu einer einfachen Webseite, in die manuell die gefahrenen Kilometer und die Fix-Kosten eingetragen werden und dann automatisch verrechnet werden.

Lust, Zeit und können, was in die Richtung umzusetzen habe ich gerade nicht, aber ich fand die Idee zu interessant, um sie einfach zu vergessen. Daher dieser Eintrag.

Update: Auf einer privaten Feier wurde für diese Idee der Name „Auto-WG“ vorgeschlagen. Ich melde hiermit schon mal sicherheitshalber alle Rechte an diesem Begriff bzw. Marketing-Claim an. 😉

Dieses Blog soll ein „Gedankenblog“ sein.

Dieses Blog soll (auch) ein „Gedankenblog“ sein. Damit will ich sagen: Manche Gedanken, Zusammenhänge und Theorien, die ich hier posten werde sind vielleicht nicht bis ins kleinste Detail durchdacht – im Gegenteil, sie sind gerade „frisch aus meinem Gehirn“ gefallen. Aber eben deshalb halte ich es für sinnvoll, sie aufzuschreiben und der „Welt“ mitzuteilen mit der Welt zu teilen, schließlich könnte ja was brauchbares für mich oder andere dabei sein, dass andernfalls einfach wieder von mir vergessen worden wäre. Und wenn sich irgendwann herausstellt, dass ich hier auch totalen Schwachsinn gepostet habe – sei’s drum, ohne die Bereitschaft zu scheitern kann es keinen Fortschritt geben.

1942: Fließendes Wasser in Moskau

Manchmal hat man Momente, die einen helfen, alltägliche Dinge mit anderen Augen zu sehen. Einen solchen Moment hatte ich gestern bei der Lektüre von Winston Churchils „Der Zweite Weltkrieg“, das gerade meine Bettlektüre bildet.Dort schreibt der damalige britische Premierminister und späterer Träger des Literaturnobelpreises, wie er 1942 bei einem Besuch bei Stalin in Moskau die Vorteile einer mir heute als Selbstverständlichkeit erscheinen Handwaschmethode entdeckte:

Ich beobachte, daß das Wasser nicht aus einem Heiß- und einem Kaltwasserrohr eingelassen wurde und daß die Waschbecken keine Stöpsel besaßen. Das Wasser kam aus einem einzigen Rohr, genau auf die gewünschte Temperatur abgestimmt. Auch wusch man sich die Hände nicht in dem Waschbecken, sondern im fließenden Wasser. Ich habe dieses System in bescheidenerem Rahmen mir zu Hause eingeführt. Falls es nicht an Wasser mangelt, ist es bei weitem das beste.[ref](Winston Churchill: Der zweite Weltkrieg. Mit einem Epilog über die Nachkriegsjahre. Frankfurt 2003. S. 687.)[/ref]